Keine dieser Regeln gilt ohne Ausnahme – deshalb steht bei jeder, wie fest sie ist und wie oft sie in deinen Wörtern zutrifft.
An der EndungDie verlässlichsten Regeln
die -ung176 Wörter · 1 Ausnahme meist chevron_rightWörter auf -ung sind ohne Ausnahme weiblich. Die Endung macht aus einem Tätigkeitswort ein Hauptwort: wohnen wird zur Wohnung, üben zur Übung, bedeuten zur Bedeutung. Gegenbeispiele gibt es keine – wer -ung liest, setzt die davor und liegt richtig.
die -heit16 Wörter immer chevron_rightAuch -heit ist ohne Ausnahme weiblich. Die Endung macht aus einem Eigenschaftswort eine Eigenschaft: frei wird zur Freiheit, krank zur Krankheit, schön zur Schönheit. Zusammen mit -ung, -keit und -schaft deckt sie einen großen Teil der weiblichen Wörter ab.
die -keit19 Wörter immer chevron_rightWörter auf -keit sind ohne Ausnahme weiblich. Es ist dieselbe Endung wie -heit, nur hinter anderen Eigenschaftswörtern: möglich wird zur Möglichkeit, freundlich zur Freundlichkeit, schwierig zur Schwierigkeit. Welche der beiden Formen ein Wort nimmt, muss man nicht wissen – der Artikel ist bei beiden die.
die -schaft15 Wörter immer chevron_rightWörter auf -schaft sind ohne Ausnahme weiblich. Die Endung fasst zusammen, was zusammengehört: die Freundschaft, die Mannschaft, die Gesellschaft, die Landschaft. Auch die Mannschaft heißt die – der Mann, der darin steckt, ändert daran nichts.
die -ion34 Wörter · 1 Ausnahme meist chevron_rightWörter auf -ion sind weiblich. Fast alle kommen aus dem Lateinischen und sind in vielen Sprachen wiederzuerkennen: die Nation, die Situation, die Information, die Position. Wer das Wort aus seiner eigenen Sprache kennt, kennt hier nur den Artikel noch nicht – und der ist immer die.
die -tät6 Wörter immer chevron_rightWörter auf -tät sind weiblich. Auch sie stammen aus dem Lateinischen und heißen auf Englisch meist -ty: die Universität, die Qualität, die Aktivität, die Realität. Die Endung ist selten genug, dass man sie sich merken kann, und verlässlich genug, dass es sich lohnt.
die -ur13 Wörter · 3 Ausnahmen oft chevron_rightWörter auf -ur sind fast alle weiblich: die Natur, die Kultur, die Figur, die Temperatur. Zwei bekannte Ausnahmen sollte man kennen, das Abitur und das Futur. Der Ingenieur gehört nicht hierher – sein -eur ist eine französische Endung, und die ist männlich.
die -ik18 Wörter · 2 Ausnahmen meist chevron_rightWörter auf -ik sind fast alle weiblich: die Musik, die Technik, die Politik, die Fabrik. Die Endung kommt aus dem Griechischen und benennt oft ein ganzes Fach. Ausnahmen sind selten und meist Namen, etwa der Pazifik.
die -ei8 Wörter · 3 Ausnahmen oft chevron_rightDie Endung -ei macht aus einem Tätigkeitswort oder einer Person einen Ort oder eine Tätigkeit: aus dem Bäcker wird die Bäckerei, aus streiten die Streiterei. So gebaut ist das Wort weiblich. Vorsicht bei Wörtern, deren ei zum Stamm gehört: der Brei, das Blei, der Schrei und das Ei tragen die Endung gar nicht und halten sich deshalb auch nicht an die Regel.
die -ie32 Wörter · 2 Ausnahmen meist chevron_rightWörter auf -ie sind meist weiblich: die Familie, die Energie, die Industrie, die Biologie. Besonders verlässlich ist die Regel bei Fachgebieten auf -logie und -grafie. Gegenbeispiele sind selten, dafür alltäglich: das Knie und das Genie.
die -e466 Wörter · 53 Ausnahmen meist chevron_rightDie häufigste Endung überhaupt – und ein guter erster Tipp. Wörter auf -e sind meist weiblich: die Lampe, die Blume, die Straße, die Schule. Sie ist zugleich die Endung mit den meisten Gegenbeispielen: der Junge, der Name, der Käse, das Auge und das Ende heißen anders. Wer nichts weiß, rät bei -e trotzdem am besten die.
der -er161 Wörter · 58 Ausnahmen oft chevron_rightDie Endung -er benennt den, der etwas tut: lehren wird zum Lehrer, backen zum Bäcker, fahren zum Fahrer. Solche Wörter sind männlich, und es sind sehr viele. Nicht jedes Wort auf -er ist aber so gebaut – die Mutter, die Butter, das Fenster und das Wasser enden genauso und heißen trotzdem anders.
der -ling2 Wörter immer chevron_rightWörter auf -ling sind ohne Ausnahme männlich: der Frühling, der Lehrling, der Schmetterling, der Zwilling. Die Endung bezeichnet oft jemanden, der noch am Anfang steht. Sie kommt selten vor, gehört aber zu den wenigen, bei denen man sich ganz sicher sein kann.
der -ich4 Wörter immer chevron_rightWörter mit der Endung -ich sind fast alle männlich: der Teppich, der Rettich, der Kranich. Vorsicht bei Wörtern, deren -ich keine Endung ist, sondern zum Stamm gehört: der Teich, das Reich und der Vergleich enden auf -eich und zählen nicht dazu.
der -ig6 Wörter immer chevron_rightWörter auf -ig sind fast alle männlich: der Honig, der König, der Essig, der Käfig. Die Endung ist selten, und wo sie steht, tippt man mit der fast immer richtig. Zu verwechseln ist sie leicht mit -ich, die genauso klingt und ebenfalls männlich ist.
der -or12 Wörter · 3 Ausnahmen oft chevron_rightWörter auf -or sind meist männlich – vor allem Geräte und Berufe aus dem Lateinischen: der Motor, der Traktor, der Doktor, der Professor. Zwei häufige Wörter halten sich nicht daran: das Tor und das Labor.
der -ant3 Wörter · 1 Ausnahme oft chevron_rightWörter auf -ant sind meist männlich: der Elefant, der Diamant, der Praktikant, der Demonstrant. Bei Personen gilt die Regel ohne Wanken. Das Restaurant fällt heraus – es wird französisch gesprochen und heißt das.
das -chen14 Wörter · 3 Ausnahmen oft chevron_rightDie Endung -chen verkleinert: aus dem Haus wird das Häuschen, aus dem Brot das Brötchen. Jede Verkleinerung ist sächlich, und deshalb heißt es das Mädchen, obwohl ein Mädchen ein Mensch ist. Vorsicht bei Wörtern, die nur zufällig so enden: der Kuchen und der Knochen sind nichts Kleines und heißen der.
das -ment11 Wörter · 1 Ausnahme meist chevron_rightWörter auf -ment sind meist sächlich: das Instrument, das Dokument, das Medikament, das Element. Sie kommen aus dem Lateinischen und aus dem Französischen. Zwei häufige Wörter brechen die Regel: der Moment und der Zement.
das -nis9 Wörter · 3 Ausnahmen oft chevron_rightWörter auf -nis sind meist sächlich: das Ergebnis, das Ereignis, das Geheimnis, das Verhältnis. Eine kleine Gruppe ist weiblich und muss einzeln gelernt werden: die Erlaubnis, die Kenntnis und die Wildnis.
das -um14 Wörter · 1 Ausnahme meist chevron_rightWörter auf -um sind meist sächlich. Fast alle kommen aus dem Lateinischen: das Museum, das Datum, das Zentrum, das Album, das Studium. Ein deutsches Wort, das nur zufällig auf -um endet, gehört nicht dazu – der Baum, der Raum und der Traum tragen die lateinische Endung nicht.
das -o17 Wörter · 6 Ausnahmen oft chevron_rightWörter auf -o sind meist sächlich: das Auto, das Radio, das Kino, das Foto, das Büro. Die meisten sind aus anderen Sprachen entlehnt und jung. Gegenbeispiele gibt es aber genug, um vorsichtig zu bleiben: der Euro, der Kakao und die Avocado.
An der BedeutungGanze Gruppen von Wörtern
der Wochentage8 Wörter immer chevron_rightAlle Wochentage sind männlich: der Montag, der Dienstag, der Mittwoch, der Donnerstag, der Freitag, der Samstag, der Sonntag. Bei fünf von ihnen steckt der Grund im Wort – sie enden auf -tag, und der Tag ist männlich. Nach demselben Muster heißen auch der Feiertag, der Geburtstag und der Alltag der.
der Monate und Jahreszeiten17 Wörter immer chevron_rightAlle Monate und alle Jahreszeiten sind männlich: der Januar, der Februar, der März – bis hin zum Dezember, und ebenso der Frühling, der Sommer, der Herbst und der Winter. Zusammen mit den Wochentagen ist das die größte geschlossene Gruppe des Deutschen. Die bekannten Ausreißer unter den Zeitwörtern sind die Woche und das Jahr.
der Wetter und Niederschlag9 Wörter immer chevron_rightWas vom Himmel kommt oder weht, ist meist männlich: der Regen, der Schnee, der Wind, der Sturm, der Nebel, der Blitz, der Donner. Die Regel ist eine Gedächtnisstütze und kein Gesetz – die Wolke, die Sonne und das Gewitter halten sich nicht daran.
der Himmelsrichtungen4 Wörter immer chevron_rightDie vier Himmelsrichtungen sind männlich: der Norden, der Süden, der Osten, der Westen. Dasselbe gilt für die Winde, die von dort kommen, etwa der Nordwind. Eine kleine Gruppe, die man in einem Satz lernt und nie wieder nachschlagen muss.
der Männer und Jungen16 Wörter immer chevron_rightWer ein Mann oder ein Junge ist, bekommt der: der Vater, der Bruder, der Sohn, der Onkel, der Großvater. Bei Berufen gilt dasselbe – der Lehrer, der Arzt, der Bäcker; die weibliche Form auf -in bekommt die. Zwei Wörter für Menschen stehen quer dazu: das Kind und das Baby.
die Frauen und Mädchen11 Wörter immer chevron_rightWer eine Frau oder ein Mädchen ist, bekommt die: die Mutter, die Schwester, die Tochter, die Tante, die Großmutter. Auch jede weibliche Berufsbezeichnung auf -in gehört dazu, die Lehrerin und die Ärztin etwa. Die bekannte Ausnahme ist das Mädchen – es endet auf -chen, und jede Verkleinerung ist sächlich.
die Bäume und Blumen10 Wörter immer chevron_rightBäume und Blumen sind fast alle weiblich: die Birke, die Buche, die Eiche, die Tanne, die Rose, die Tulpe. Auch die Blume selbst heißt die. Ausnahmen gibt es wenige, dafür bekannte: der Ahorn, der Baum als Oberbegriff und das Veilchen, dem seine Endung -chen das sächliche Geschlecht gibt.
die Zahlen als Nomen3 Wörter immer chevron_rightEine Zahl, über die man spricht, ist weiblich: die Eins, die Zwei, die Drei, die Null, die Million, die Milliarde. Auch die Zahl und die Ziffer selbst gehören dazu. Gemeint ist das Zahlwort als Hauptwort – zählt man Dinge, richtet sich der Artikel natürlich nach dem Ding.
das Junge Lebewesen7 Wörter immer chevron_rightWer noch klein ist, ist sächlich: das Kind, das Baby, das Kalb, das Lamm, das Küken, das Fohlen. Das Deutsche behandelt junge Lebewesen, als sei ihr Geschlecht noch nicht heraus. Der Welpe ist die Ausnahme, die man sich merkt.
das Metalle3 Wörter immer chevron_rightMetalle sind sächlich: das Gold, das Silber, das Eisen, das Kupfer, das Blei, das Zink. Auch das Metall selbst heißt das. Zwei häufige Wörter fallen heraus: der Stahl und die Bronze.
das Farben als Nomen6 Wörter immer chevron_rightWird eine Farbe zum Hauptwort, ist sie sächlich: das Rot, das Blau, das Grün, das Gelb, das Schwarz, das Weiß. Zu erkennen ist das an der Großschreibung – als Eigenschaftswort bleibt rot klein und braucht gar keinen Artikel. Die Farbe selbst heißt dagegen die Farbe.
das Verben als Nomen6 Wörter immer chevron_rightJedes Tätigkeitswort kann zum Hauptwort werden, und dann ist es sächlich: aus essen wird das Essen, aus leben das Leben, aus lesen das Lesen. Die Regel gilt ohne Ausnahme und für jedes Verb der Sprache – auch für eines, das man gerade erst gelernt hat. Groß schreiben, das davorsetzen, fertig.
Der, die oder das? Woher das Geschlecht kommt
Drei Artikel, und keiner davon ist logisch
Warum heißt es die Gabel, aber der Löffel und das Messer? Am Gegenstand liegt es nicht – sie liegen nebeneinander auf demselben Tisch. Das Geschlecht eines deutschen Hauptworts ist zum großen Teil Geschichte und nicht Bedeutung, und deshalb lässt es sich auch nicht vollständig herleiten. Was es gibt, sind zwei brauchbare Hinweise: die Endung und die Bedeutungsgruppe. Zusammen decken sie gut die Hälfte eines Alltagswortschatzes ab – für den Rest hilft nur, das Wort mit seinem Artikel zu lernen.
Die Endung ist der verlässlichste Hinweis
Wörter auf -ung, -heit, -keit, -schaft und -ion sind weiblich, ohne Ausnahme: die Zeitung, die Freiheit, die Möglichkeit, die Wissenschaft, die Station. Wörter auf -chen und -lein sind sächlich, auch wenn dahinter ein Mensch steht – das Mädchen ist der bekannteste Fall. Verlässlich sind auch -ling und -ismus (männlich) sowie -um und -ment (sächlich). Andere Endungen sind nur Tendenzen: -e ist meistens weiblich, -er meistens männlich, und genau dort stehen die Wörter, über die man stolpert.
Die Bedeutung hilft bei ganzen Gruppen
Wochentage, Monate, Jahreszeiten, Himmelsrichtungen und das Wetter sind männlich: der Montag, der Juli, der Sommer, der Norden, der Regen. Bäume und Blumen sind weiblich, Zahlen als Hauptwort ebenfalls: die Eiche, die Rose, die Sieben. Sächlich sind Metalle, Farben als Hauptwort und alles, was aus einem Tätigkeitswort gemacht ist: das Gold, das Blau, das Essen. Solche Gruppen sind leichter zu merken als Endungen, weil man sie sich vorstellen kann.
Zusammengesetzte Wörter: die eine Regel ohne Ausnahme
Steht ein Wort aus mehreren zusammen, entscheidet das letzte. Die Tür wird zur Haustür, der Schrank zum Kühlschrank, das Haus zum Hochhaus – immer, ohne Gegenbeispiel. Das ist die mit Abstand nützlichste Regel des Deutschen, denn Zusammensetzungen sind der Weg, auf dem die Sprache neue Wörter bildet. Wer die Grundwörter kennt, kennt damit auch den Artikel von Wörtern, die er noch nie gehört hat.
Was man mit den Ausnahmen macht
Eine Regel, die zu 90 Prozent stimmt, ist nützlich – aber nur, wenn man die anderen 10 Prozent kennt. Deshalb steht auf jeder Regelseite hier nicht bloß die Regel, sondern die nachgezählte Quote und darunter jedes Wort, das sie bricht. Die Ausnahmen stehen dabei vor den Beispielen: An ihnen scheitert man, nicht an den Wörtern, die sich benehmen.
Was hier nicht behandelt wird
Es geht ausschließlich um den Artikel im Nominativ – der, die, das. Fälle, Mehrzahl und die Beugung von Eigenschaftswörtern kommen nicht vor. Das ist Absicht: Wer den Artikel sicher hat, kann den Rest darauf aufbauen; umgekehrt geht es nicht.
Wie es sich am schnellsten festsetzt
Nicht durch Auswendiglernen von Listen, sondern durch viele kurze Entscheidungen: Wort sehen, Artikel tippen, sofort erfahren, ob es stimmt. Genau das macht die App – mit 2344 Wörtern, und sie legt einem bevorzugt wieder vor, was zuletzt schiefging.